Vögel kucken & Vögel füttern
Hallo zusammen!
Am Mittwoch war ich für zwei Stunden Probearbeiten bei Subways. (Für alle, die das nicht kennen, das ist ein Schnellrestaurant, in dem man keine Burger, sondern individuell belegte Sandwiches bekommt.) Als ich das erste Mal in diesem Restaurant war, hab ich mich total überfordert gefühlt, mich bei den zigtausend Möglichkeiten für eine zu entscheiden. Die könnten auch „Die Qual der Wahl“ zu ihrem Geschäftsmotto küren. Um so komplizierter war es dann, diese Sandwiches zusammenzuschmeißen. Vor allem, wenn die Kunden ihre komplette Bestellung in einem runter rasseln und erwarten, dass ich mir das alles merken kann. (Dabei haben die doch selber eine halbe Stunde überlegt, was sie eigentlich wollen – mindestens!) ;-)
Geld gab es für die Arbeit nicht, aber meine beiden Probesandwiches, an denen ich geübt habe, durfte ich mitnehmen. Weil ich nach einem aber schon pappsatt war, hab ich den zweiten an Ina verfüttert. Und die war mit meinen Sandwich-Kochkünsten recht zufrieden, beide Daumen zeigen nach oben.
Am Donnerstag war ich dann zusammen mit Franzi und Katrin im Karori Wildlife Sanctuary, einem Vogelreservat hier in Wellington. Wir hatten eine zweistündige Tour gebucht. Und weil wir die einzigen waren, die das gemacht hatten, wurde aus der Gruppen- eine Privatführung.
Rund um das Reservat ist ein großer Zaun gebaut, der alle möglichen Feinde der Vögel (Hunde, Katzen, Mäuse, Ratten, Marder,…) aus dem Gebiet fernhalten soll.
Da Vögel dummerweise aber fliegen können, ist ein Zaun kein besonders wirksames Mittel, um die seltenen Vögel in dem Reservat anzusiedeln. Deswegen bekommen sie immer leckeres und gesundes Vogel-Essen, damit sie sich wohl fühlen, möglichst immer wieder zurück kommen und ihren Nachwuchs möglichst zahlreich zur Welt bringen. Dies ist eine dieser Vogel-Fütter-Stationen, unter der hier ein Vogel auf der Stelle fliegt, um von unten Futter aus dieser Station zu holen:
Zu Beginn der Tour sind wir mit einem ganz leisen Elektroboot über einen ehemaligen Stausee gefahren, an dessen Ufer viele Vögel nisten.

Ben, unser Tourguide (links), Katrin und Chris (der Kapitän).
Franzi und ich.
Ben, unser Guide, hat uns alle möglichen Vogelstimmen erklärt und uns auf verschiedene, recht seltene Vogelarten aufmerksam gemacht. Wir waren ganz froh, diese Tour mitgemacht zu haben. Wären wir alleine durch das Reservat gelaufen, hätten wir sicherlich viele Vogelstimmen gehört, aber nichts damit anzufangen gewusst.
Neben Vögeln haben wir auch ein Tierchen gesehen, dass wohl noch mit den Dinosauriern verwandt ist. Dieses Exemplar lag in der Sonne und hat sich aufgewärmt:
Auf der Suche nach dem Vogel, der da gerade gezwitschert hat…
Und nachdem wir in diesem Vogelreservat die Vögel nur von weitem gehört oder gesehen haben, aber keine streicheln kommen, hab ich am Tag drauf die Gelegenheit genutzt: Als ich am Hafen saß, um noch ein paar Sonnenstrahlen nach der Arbeit mitzunehmen, kam eine neugierige Ente an, die ein Stück von meinem Müsliriegel abhaben wollte. Ich weiß, man soll sie nicht füttern, das hab ich auch gar nicht gemacht, ich hab nur ein bisschen geteilt, weil geteilte Freude die schönste Freude ist. (Ich dachte halt, dann schmeckt der dröge Müsliregel etwas besser, aber leider hat das nicht funktioniert…) Aber wer von meinem Müsli was abbekommt, muss es sich auch gefallen lassen, von mir fotografiert zu werden:
Ein Harald, eine Ente und ein Müsliriegel.
Viele liebe Grüße,
Harald
28 Sep 2008 02:10 am Harald 1 comment












Das Gruppenfoto unten ist schön – Harald und Ente! :)
Ich würde ja sagen: Viel Glück für den Subways Job – aber weiß ja das du den gar nicht soooo umbedingt haben möchtest… ;)